Grundausbildung - Vorbereitung zur Begleithundprüfung

Was heißt Grundausbildung?
Grob gesagt, sprechen wir hier von den Grundkommandos, die jeder Hund beherrschen sollte: Aus, Bleib, Fuß, Hier, Platz, Sitz, Steh.
Ganz einfach und gar nicht viel, oder ?

Nun ja, das kommt darauf an:

  • Mit welchem Hund (Rassehund / Mischling) wird gearbeitet?
  • Kommt der Hund vom Züchter, aus dem Tierheim oder wurde er gar von einer Tierschutz-organisation aus einer Tötungsstation irgendwo im Süden gerettet?
  • Wie alt ist der Hund?
  • Wie gut können Sie Ihrem Hund die einzelnen Kommandos vermitteln?
  • Welche Ziele verfolgen Sie grundsätzlich mit der Hundeausbildung?


Generell tut sich jeder in der Erziehung seines Hundes einfacher, wenn er schon im Welpenalter ein bisschen mit dem Tier arbeitet und ihm schon mal spielerisch SITZ, PLATZ und HIER beigebracht hat. Das bedeutet aber nicht, dass Sie z. B. mit einem 3-jährigen Hund nichts mehr erreichen können.

Die Hundeausbildung basiert auf KONSEQUENZ. Konsequenz bedeutet nicht, mit Verbissenheit nur EIN Ziel zu verfolgen – der absolute Gehorsam. Das gibt es eh nicht! Ihr Hund wird nur so gut ausgebildet sein, wie Sie ihn ausbilden können. Je einfacher, besser und für den Hund verständlicher Sie Ihren Hund an bestimmte Situationen heranführen, desto ordentlicher wird Ihr Hund diese auch meistern.

Uns ist wichtig, dass Ihr Hund spielerisch an die einzelnen Aufgaben herangeführt wird und dem Hund gerecht ausgebildet wird. Es hat keinen Sinn in einem Crash-Kurs von vier Wochen möglichst alle denkbaren Befehle "auszuprobieren",. Ihr Hund würde in dieser Zeit kaum eins der einzelnen Kommandos richtig verknüpfen, und aus diesem Grund auch nicht in der Lage sein, sie auszuführen. Aus diesem Grund sollten Sie sich keinen zeitlichen Rahmen setzen, sondern die Ausbildung mit dem Ziel beginnen, mit Freude an der Sache eine qualitative Grundausbildung Ihres Hundes anzustreben.

Ihr Hund lernt die einzelnen Kommandos per Verknüpfen. Er verknüpft also den gegebenen Befehl in einer bestimmten Situation. Grundsätzlich wird nach Hörzeichen ausgebildet.

 

Ein Bespiel für KONSEQUENTE Ausbildung bei dem Kommando SITZ:

  • Ihr Hund befindet sich an Ihrer linken Seite.
  • Das Hörzeichen SITZ heißt auch nur SITZ, und wird nicht mit "Setzen", "Setz´Dich hin" oder "Runter" etc. je nach Laune vertauscht.
  • Das Hörzeichen SITZ wird stets in der gleichen, ruhigen Stimmlage gegeben, ohne schreien zu müssen.
  • Während das Kommando SITZ gegeben wird, halten Sie Augenkontakt mit Ihrem Hund
  • Hat sich Ihr Hund hingesetzt, wird er sofort kräftig gelobt!
  • Hat sich Ihr Hund nicht hingesetzt, wird das Kommando mit deutlicher Hilfestellung solange gegeben, bis er sich hingesetzt hat.
  • Auch wenn es länger gedauert hat, wird Ihr Hund dann kräftig gelobt!

Ihr Hund lernt, dass Sie nicht mittendrin aufgeben, weil es zu lange dauert, oder weil Sie ja sehen, dass er nicht möchte, oder weil Sie zu ungeduldig werden. Wenn man es richtig macht, lernt Ihr Hund, dass Sie sich ein Ziel gesetzt haben, welches Sie auch bis zum Schluss verfolgen. Wir möchten nicht, dass sich Ihr Hund merkt, dass Sie das Kommando "eh noch 20 Mal geben werden", oder dass Sie "spätestens nach der 3. Aufforderung ohnehin aufgeben".

Ihr Hund wird das Kommando SITZ nicht nach dem 1. Mal beherrschen. Nur wenn Sie diesen Befehl in der gleichen Art & Weise, mit dem gleichem Hörzeichen - und nicht zu vergessen - mit einem anschließenden Lob - regelmäßig mit Ihrem Hund üben, erreichen Sie, dass Ihr Hund das Kommando richtig verknüpfen und sich künftig problemlos und sofort hinsetzen wird.

Der Begriff KONSEQUENZ bedeutet Beständigkeit, Kontinuität und eben Wirkung! Das heißt, nur mit einer konsequenten Beständigkeit = "Führe Befehl X durch", erreiche ich eine kontinuierliche Wirkung = "Befehl X wird umgehend und korrekt ausgeführt".

Ziel der Grundausbildung zusammen mit Gemeinschafts-Übungen ist ein souveräner Partner "Hund", der in unserer heutigen hektischen Welt gelernt hat, mit Alltagssituationen gelassen und unbeeindruckt umzugehen.

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